DE | FR | EN

News

Klage der Taib-Erbin Jamilah Taib Murray vor dem Basler Zivilgericht

07.12.2018
Klage der Taib-Erbin Jamilah Taib Murray vor dem Basler Zivilgericht
Bruno Manser Fonds - Supporter vor dem Basler Zivilgericht


Bruno Manser Fonds verlangt Abweisung eines Gesuchs um vorsorgliche Massnahmen


(Basel) Unter dem Vorsitz von Gerichtspräsidentin Salome Wolf wurde heute in einem voll besetzten Gerichtssaal des Basler Zivilgerichts über eine Klage der kanadisch-malaysischen Unternehmerin Jamilah Taib Murray, ihres Ehemanns Sean Murray und ihrer Unternehmen Sakto Corporation und Sakto Development Corporation gegen den Bruno Manser Fonds (BMF) verhandelt.

Die Tochter und Erbin des Gouverneurs des malaysischen Bundesstaats Sarawak verlangt eine dringliche Verfügung zur Löschung von über 250 Publikationen des Bruno Manser Fonds aus dem Internet und möchte das Buch "Raubzug auf den Regenwald" von BMF-Geschäftsleiter Lukas Straumann verbieten lassen.

Namens der Kläger versuchte Anwalt Thomas Weibel von der Basler Anwaltskanzlei Vischer in einem einstündigen Plädoyer glaubhaft zu machen, dass die Klage als dringlich zu behandeln sei, obwohl die ersten angeblichen Persönlichkeitsverletzungen bereits aufs Jahr 2009 zurückgehen. Weibel warf dem Bruno Manser Fonds vor, zwecks Generierung von Spendengeldern die öffentliche Meinung und Empörung mit ungerechtfertigten Anschuldigungen gegen die Kläger zu bespielen.

Der Zürcher Medienrechtler Christoph Born (Wenner und Uhlmann) beantragte namens des Bruno Manser Fonds Abweisung der Klage und bestritt die von den Klägern erhobenen Vorwürfe. Das Vorgehen, nach jahrelangem Zuwarten plötzlich dringliche Massnahmen zu verlangen, bezeichnete er als rechtsmissbräuchlich.

Der Bruno Manser Fonds hält an seinen Aussagen und Stellungnahmen fest. Ein Entscheid des Gerichts wird in den nächsten Tagen oder Wochen erwartet.



zurück zur Übersicht
by moxi