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Ölpalmen bedrohen UNESCO-Welterbe auf Borneo

13.02.2019
Ölpalmen bedrohen UNESCO-Welterbe auf Borneo


Malaysische Palmölfirma holzt Regenwald unmittelbar beim Gunung-Mulu-Nationalpark in Sarawak


(Bateu Bunga, Malaysia). Eine Ölpalmplantage bedroht UNESCO-geschützten Gunung Mulu-Nationalpark in Sarawak im malaysischen Teil von Borneo. Der Bruno Manser Fonds verlangt einen sofortigen Abholzungsstopp.

4400 Hektaren hochwertigen Regenwalds sind von der Abhlozung bedroht. Das Gebiet ist ein wichtiger Wildtierkorridor zwischen dem Gunung Mulu-Nationalpark und benachbarten Primärwäldern in Brunei. Ein Augenschein des Bruno Manser Fonds hat ergebenn, dass die Abholzung trotz Widerstands lokaler Gruppen in vollem Gang ist.

"Malaysia hat international versprochen, dass es die Abholzung für neue Ölplam-Plantagen stoppen wird", sagte Lukas Straumann, Geschäftsleiter des Bruno Manser Fonds. "Dieser Fall ist eine ökologische Katastrophe. Wir verlangen, dass die malaysische Regierung die Abholzung sofort stoppt."

Im Januar 2019 hatten 268 Indigene der benachbarten Dörfer Bateu Bungan, Long Terawan und Kampung Melinau in einem Schreiben an den Regierungschef von Sarawak gegen das Projekt protestiert. Sie machten geltend, dass das Projekt ihre Lebensgrundlage zerstöre und sie nicht konsultiert worden seien. Der Brief wurde von der Regierung ignoriert.

 

 



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