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Bundesanwaltschaft eröffnet Strafverfahren gegen malaysischen Staatsfonds 1 MDB

Paukenschlag gegen Malaysias Premierminister Najib Razak
Die schweizerische Bundesanwaltschaft hat am 14. August ein Strafverfahren gegen zwei Organe des malaysischen Staatsfonds 1MDB ("1Malaysia Development Berhad") und gegen Unbekannt eröffnet. Dies berichtet die Zeitung "Le Temps" in ihrer Online-Ausgabe.
Gemäss Le Temps führt die Bundesanwaltschaft das Strafverfahren gegen den malaysischen Staatsfonds wegen Bestechung fremder Amsträger (Art.322septies StGB), Ungetreuer Amtsführung (Art. 314 StGB) und Geldwäscherei (Art.305bis StGB).
Das Strafverfahren steht im Zusammenhang mit der Veruntreuung von Milliardenbeträgen aus dem durch den malaysischen Premierminister Najib Razak verantworteten Staatsfonds. Unter anderem landeten 2.6 Milliarden Ringgit (650 Mio. CHF), die mutmasslich aus dem Staatsfonds stammen, auf dem persönlichen Konto von Premierminister Najibr Razak.
Der Bruno Manser Fonds erstattete bereits im Dezember 2014 Anzeige gegen 1 MDB und weitere natürliche und juristische Personen, die am 1MDB-Skandal beteiligt sind. Die Bundesanwaltschaft hatte zunächst die Anhandnahme eines Strafverfahrens abgelehnt.
Der Bruno Manser Fonds begrüsst die Eröffnung des Strafverfahrens und verlangt, dass es auf die an der Geldwäscherei beteiligten Banken, namentlich die Scwheizer Niederlassungen von Coutts & Co sowie JP Morgan (Suisse) ausgeweitet wird. Ebenso muss die Rolle der Singapurer Niederlassungen von Falcon Private Bank und BSI geklärt werden.
Der Bruno Manser Fonds verlangt, dass alle Schweizer Bankkonti, auf denen mutmasslich Gelder aus dem malaysischen Staatsfonds gelandet sind, mit sofortiger Wirkung eingefroren werden. Mehrere Schweizer Bankinstitute sind betroffen, worunter auch UBS und CS.
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